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Altes Land: Seniorenbetreuerinnen starten Petition – Lühe

By 19. März 2019 No Comments


Katja Pumm und Martina Sellmer möchten Pflegekasse in die Pflicht rufen

ab. Altes Land. Die selbstständigen Seniorenbetreuerinnen Katja Pumm aus Grünendeich und Martina Sellmer aus Neuenkirchen haben eine Petition gestartet: Sie möchten für ihre Kunden mit Pflegegrad erreichen, dass die Pflegekasse die Betreuungskosten übernimmt. „Per Gesetz haben die Senioren einen Anspruch darauf“, sagen sie.  

Die Petition ist als gemeinnützig anerkannt. Bis zum 22. April müssen die beiden Alltagsbetreuerinnen jetzt 5.000 Unterschriften gesammelt haben. Erst dann werden sie vor dem Petitionsausschuss in Hannover angehört. 

Anlass für diese Petition, sagt Katja Pumm, sei eigentlich eine stets gleich gestellte Frage: „Nachdem sich erkundigt wurde, ob noch Kapazitäten frei sind, heißt es anschließend immer: ,Sind Sie von der Pflegekasse anerkannt?‘.“ Viele können sich das nicht leisten, weiß die Seniorenbetreuerin. Sie hätten schlichtweg das Geld nicht. Dabei sei es für viele ältere und häufig bereits leicht demente Menschen sehr wichtig, möglichst lange zu Hause wohnen bleiben zu können. Dabei bräuchten sie aber im Alltag oft Unterstützung. „Viele trauen sich nicht mehr, mit dem Auto zu fahren, besonders im Dunkeln“, erzählt Katja Pumm. „Wenn sie dann etwas Kulturelles unternehmen möchten, beispielsweise ein Abo fürs Stadeum haben, kommen sie dort aber nicht mehr hin.“ Durch die Unterstützung der Seniorenbetreuerinnen wird das wieder möglich. 

Wer von Demenz schon stärker betroffen sei, brauche oft Konstanten und Strukturen. „Bei einer sogenannten Eins-zu-eins-Betreuung wissen die Senioren dann genau, wer zu ihnen kommt. Außerdem kann man so viel besser auf die Bedürfnisse einer einzelnen Person eingehen, als es in einer Gruppe der Fall wäre.“ 

• Die Petition von Martina Sellmer und Katja Pumm ist online unter dem Link www.bit.ly/2Fj9pP0 zu erreichen. Unter www.bit.ly/2HrpVid kann die Petition auch heruntergeladen, ausgedruckt, unterschrieben und per Post versendet werden an: 
An die Präsidentin des Niedersächsischen Landtages (und die Enquetekommission), Hannah-Arendt-Platz 1, 30159 Hannover.